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Kurkuma

Lupe mit Wort Kurkuma im Fokus

In Indien und Südostasien wird Kurkuma bereits seit über 4000 Jahren in der traditionell chinesischen und indischen Medizin therapeutisch eingesetzt. Die grosse Auswahl an verschiedenen galenischen Formulierungen und die häufig geringe Bioverfügbarkeit werden immer wieder kritisiert. Es ist daher sehr wichtig, dass beim Kauf eines Nahrungsergänzungsmittels mit Kurkuma genau auf die Auswahl des Kurkumaextraktes geachtet wird.

Inhalt

Gut zu wissen über Kurkuma

  • Indien ist führend im Anbau von Kurkuma und produziert ca. 80 % der Welternte
  • Insgesamt sind ca. 230 verschiedene Verbindungen aus der Kurkumawurzel bekannt
  • Die höchsten Konzentrationen an Verbindungen befinden sich im Rhizom (Wurzelstock) der Pflanze
  • Die Kurkumawurzel enthält 3–5 % Curcuminoide (77 % Curcumin, 17 % Demethoxycurcumin und 3–6 % Bisdemethoxycurcumin) und ca. 6 % Kurkumaöl

Die Wirkungen von Kurkuma

  • Antiangiogenetisch (= vermindert die Bildung von Blutgefässen)
  • Antibakteriell
  • Antientzündlich
  • Antimutagen
  • Antioxidativ
  • Antiviral
  • Immunmodulatorisch
  • Neuroprotektiv
  • Wundheilungsfördernd

Anwendungsgebiete von Kurkuma

  • Entzündliche Erkrankungen (Arthrose, Rheuma, entzündliche Darmerkrankungen oder Psoriasis)
    Die Wirksamkeit von Curcumin bei Arthrose und Rheuma konnte durch zahlreiche Studien belegt werden. Curcumin scheint insbesondere Schmerzen zu reduzieren und die Funktionalität der Gelenke zu verbessern. Im Vergleich zu klassischen Schmerzmitteln treten unter einer Curcumin-Behandlung weniger gastrointestinale Nebenwirkungen auf. Zudem wurde gezeigt, dass eine unterstützende Curcumin-Therapie bei Patienten mit der entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa, die mit dem Wirkstoff Mesalazin behandelt werden, sinnvoll ist.
  • Metabolisches Syndrom einschliesslich Diabetes und Fettleber
    Curcumin verbessert einige Komponenten des metabolischen Syndroms, insbesondere die Blutzuckerwerte. Es scheint auch den Fettstoffwechsel positiv zu beeinflussen. Der positive Effekt von Curcumin auf den Stoffwechsel lässt sich durch dessen Einfluss auf den Leberstoffwechsel und durch die Erhöhung des Adiponektinspiegels im Blut erklären.
  • Anti-Aging und Reduktion der „silent Inflamation“
    Viele Erwachsene sind – aufgrund von physischer Inaktivität, Übergewicht, einer gestörten Darmflora, schlechter Ernährung, chronischem Stress, schlechtem Schlaf, Rauchen und auch Exposition gegenüber Umweltgiften – von Entzündungsprozessen, insbesondere der sogenannten „silent Inflamation“, betroffen. Die antientzündliche Wirkung von Kurkuma bei derartigen Entzündungen im Körper zeigt sich auf zellulärer Ebene in der Reduktion entzündungsfördernder und antioxidativer Marker. Die Reduktion dieser systemisch niederschwelligen Entzündungen ist das Ziel von Anti-Aging-Strategien.
  • Psychische und neurologische Erkrankungen
    Bei Erkrankungen wie Depressionen, aber auch bei Demenz und Alzheimer scheinen Entzündungsreaktionen eine Rolle zu spielen. So ist es nicht erstaunlich, dass eine aktuelle Metaanalyse zeigt, dass Curcumin Depressions- und Angstsymptome reduziert. Des Weiteren scheint Curcumin den Serumspiegel an BDNF (Brain-derived neurotrophic factor) zu erhöhen und neurotoxische Schäden, die bei einer Alzheimererkrankung auftreten, abzumildern.
  • Oxidativer Stress und Muskelkater
    Curcumin hilft bei oxidativem Stress. Bei der Entstehung von Muskelkater spielen wiederum oxidativer Stress und Entzündungsreaktionen eine Rolle. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Kurkuma 2 Tage vor und 2 Tage nach einer sportlichen Belastung den Grad der Muskelverletzung und den Schmerz reduzieren kann.

Kurkuma in Kombination mit Vitamin E und Rosmarinextrakt

Die antientzündliche Wirkung der Kurkumabestandteile ist unbestritten. Aber auch andere Pflanzenextrakte, z. B. Rosmarin und Mikronährstoffe wie Vitamin E, haben antientzündliche und antioxidative Effekte und können die Wirkung von Kurkuma positiv unterstützen.

Rosmarin wird in unserer Ernährung traditionell als Gewürz eingesetzt. In Lebensmitteln wird Rosmarin auch als Konservierungsmittel und Oxidationsschutz verwendet. Insbesondere die phenolischen Diterpene (Carnosol und Carnosolsäure) des Rosmarins wirken sowohl antientzündlich als auch antimikrobiell und können in Zellkulturen sogar das Wachstum von Tumoren hemmen.

Vitamin E schützt den Körper vor oxidativen und entzündlichen Prozessen. Die Vitamin-E-Familie enthält 8 verschiedene Verbindungen: 4 verschiedene Tocopherole (α, β, γ, δ) und 4 verschiedene Tocotrienole (α, β, γ, δ). Betrachtet man die „reine Vitaminwirkung“, so ist diesbezüglich vor allem das α-Tocopherol relevant. Im Vergleich dazu hat α-Tocotrienol eine 3-mal weniger effektive „Vitaminwirkung“. Hingegen besitzen Tocotrienole gegenüber den Tocopherolen eine deutlich höhere antientzündliche Aktivität.

Die Probleme der Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit gibt (in %) an, wie viel Anteil eines Stoffes aus dem Darm aufgenommen wird. Sie ist also eine pharmakologische Messgrösse für den Anteil eines Wirkstoffes, welcher unverändert vom Darm resorbiert wird. Gelangt der Wirkstoff in den Blutkreislauf und bleibt dort eine ausreichende Zeit, bevor er abgebaut und ausgeschieden wird, so kann er auch seine vorteilhafte Wirkung im Körper entfalten. Der therapeutische Einsatz der Kurkumawurzel war lange dadurch limitiert, dass die Bioverfügbarkeit der aktiven Substanzen sehr schlecht war. Der wertvolle Inhaltsstoff von Kurkuma, das Curcumin, ist nicht wasserlöslich. Für den Körper ist es schwierig, nicht-wasserlösliche Wirkstoffe im Darm gut aufzunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass der Wirkstoff, wie fettlösliche Vitamine, in Kombination mit Fett aufgenommen wird, um eine bessere Bioverfügbarkeit zu erzielen. Alternativ kann die Aufnahme im Darm auch dadurch verbessert werden, dass die extrahierten, fettlöslichen Curcuminoide mit wasserlöslichen Molekülen ummantelt werden. Dies ist auf verschiedene Arten möglich:

1. Die Ummantelung von Curcuminoiden mit kurkumafremden Stoffen 

Bei modernen Produkten gelingt die Ummantelung von Curcuminoiden, indem die sehr fettlöslichen Curcuminoide mit einer Schicht gut wasserlöslicher Moleküle umgeben werden:

Zunächst werden die Curcuminoide mittels Extraktionsverfahren aus der Wurzel gewonnen. In einem zweiten Schritt werden die aufgereinigten Curcuminoide mit wasserlöslichen Partikeln gekoppelt. Für diesen Schritt kommen zahlreiche unterschiedliche Ansätze zum Einsatz:

  • Die Bioverfügbarkeit kann mittels Bildung von Mizellen, Liposomen, Cyclodextrin-Komplexen oder Emulsionen verbessert werden.

Ein Beispiel für die Ummantelung von Curcuminoiden mittels einer spezifischen Technologie ist der wissenschaftlich gut erforschte Meriva®-Extrakt. Meriva® kombiniert Curcuma-longa-Extrakt und Phosphatidylcholin (aus Lecithin) mittels der Phytosome®-Technologie. Eine derartige Ummantelung der Curcuminoide mit Phosphatidylcholin (dem Hauptbestandteil der Zellmembranen) sorgt für eine bessere Resorption und somit für eine bessere Bioverfügbarkeit des Extraktes.

  • Sehr beliebt ist auch die Kopplung mit Nanopartikeln. Hierbei werden z. B. die Curcuminoide mit wasserlöslichen Bestandteilen oder auch festen Lipid-Nanopartikeln gekoppelt.

Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, dass dabei teilweise nicht natürlich vorkommende Hilfsstoffe eingesetzt werden.

2. Die Zugabe von Piperin 

Die Zugabe von Pfeffer ist eine altbewährte Methode, die Bioverfügbarkeit diverser Moleküle zu verbessern. Piperin, der hierfür verantwortliche Wirkstoff des Pfeffers, kann auch einzeln eingesetzt werden – er wird in einigen Produkten dem Curcumin zugesetzt. Piperin erhöht zwar nicht unbedingt die Curcuminaufnahme im Darm, reduziert jedoch die Abbaugeschwindigkeit des Curcumins im Darmtrakt und verbessert so die Bioverfügbarkeit. Dies geschieht durch Hemmung bestimmter „Leberenzyme“. Jene Enzyme sind aber nicht nur für die Curcuminverstoffwechselung im Körper wichtig, sondern auch für die Verstoffwechselung von Medikamenten. Daher kann es zu relevanten Wechselwirkungen mit Arzneimitteln oder anderen Präparaten kommen. Des Weiteren muss beachtet werden, dass Piperin möglicherweise die Darmschleimhaut reizt, was bei einer Überempfindlichkeit sehr unangenehm sein kann.

3. Verbesserung der Bioverfügbarkeit ohne kurkumafremde Hilfsstoffe

Beim Kurkumarohstoff Cureit® werden keine kurkumafremden Hilfsstoffe verwendet, um eine hohe Bioverfügbarkeit zu erzielen. Für Cureit® werden aus der Kurkumawurzel nicht nur die sehr fettlöslichen Curcuminoide verwendet, sondern auch

  • die Bestandteile des Kurkumaöls, die mittels Wasserdampfdestillation gewonnen werden, und
  • die wasserlöslichen Kurkumabestandteile (z. B. Kohlenhydrate und Proteine), die mittels Wasserextraktion gewonnen werden.

Somit enthält Cureit® eine vollständige Kurkuma-Matrix. Durch die in Cureit® eingesetzte Polare-Unpolare-Sandwich-(PUS-)Technologie werden die wasserunlöslichen Curcuminoide und die Bestandteile des Kurkumaöls mit wasserlöslichen Kurkumabestandteilen gekoppelt. So ermöglicht diese PUS-Technologie, dass zum einen das umfassende Spektrum an Kurkumabestandteilen im Kurkumapräparat enthalten ist und zum anderen zur Steigerung der Bioverfügbarkeit wasser- und fettlösliche Kurkumabestandteile in einer Matrix geschichtet eingesetzt werden: aussen ist der wasserlösliche Teil (der gut durch die Darmwand geschleust werden kann) und innen der fettlösliche Teil.