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Glycin

Lupe mit Fokus auf Wort Glycin

Glycin ist die kleinste natürlich vorkommende Aminosäure. Sie ist in ihrer Struktur so einfach gebaut, dass es keine L- oder D-Form gibt. Glycin gehört nicht zu den essentiellen Aminosäuren und kann vom menschlichen Körper aus verschiedenen Vorstufen hergestellt werden (z. B. Serin, Threonin).

Inhalt

Gut zu wissen über Glycin

  • Der Name stammt vom süsslichen Geschmack des reinen Glycins
  • Übliche Glycin-Dosierungen bewegen sich im Bereich von 1 - 10 g/Tag
  • Am meisten Glycin findet man in Gelatine
  • Überdosierungen sind so gut wie unmöglich
  • Glycin fördert die Proteinsynthese und die Wundheilung
  • Glycin scheint die Aktivität verschiedener Immunzellen positiv zu beeinflussen

 

Die Funktionen von Glycin im Körper

  • Baustein für Proteinsynthese
    Glycin ist ein häufiger Baustein von  Proteinen. Ausserdem benötigt unser Organismus diese Aminosäure auch für die Bildung verschiedener wichtiger chemischer Verbindungen. Dazu gehören beispielsweise Bestandteile der Erbsubstanz (DNA), Kollagen, der rote Blutfarbstoff Hämoglobin, Harnsäure, Gallensäure, Kreatin und Glutathion.
  • Neurotransmitter
    Glycin wirkt im Zentralnervensystem als dämpfender Signalstoff 
  • Antioxidans
    Glycin besitzt eine antioxidative, zellschützende und entzündungshemmende Wirkung und ist einer von drei Bestandteile von Glutathion, dem wichtigsten zellulären Antioxidans.

Anwendungsgebiete von Glycin

Die wissenschaftliche Datenlage ist in allen Bereichen nicht ausreichend. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Eigensynthese von Glycin bei Übergewichtigen nicht ausreicht.

  • Blutzuckerregulation
    Der Einfluss von Glycin auf die Verbesserung der Insulinsensitivität birgt ein interessantes Potenzial im Bereich der Vorbeugung und Therapie des Typ-2-Diabetes. Glycin spielt eine Rolle in der Hemmung der Gluconeogenese und der Nahrungszufuhr.
  • Entgiftung (Leber)
    Aufgrund seiner biochemischen Eigenschaften wird Glycin zur Unterstützung der Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse in der Leber eingesetzt (ermöglicht Bildung von Glycin-Konjugaten). Auch bei nicht -alkoholischer Fettleber zeigen erste präklinische Studien eine Verbesserung.
  • Schlafstörungen
    Indikation, welche ebenfalls auf Erfahrung beruht, ist der Einsatz von Glycin (3 - 9 g/Tag) zur Verbesserung von Ein- und Durchschlafstörungen.

Glycin in Lebensmitteln pro 100 g

Gelatine   23 g
Sojabohnen  1,4 g
Linsen  1,3 g
Rindfleisch, Filet  1,5 g
 Hühnerei  0,5 g