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1. Pollen (bzw. andere Allergene wie Hausstaub, Katzenhaare) treffen auf die Nasenschleimhaut oder andere Schleimhäute (z. B. die Augenschleimhaut).

2. Wenn das Immunsystem die Pollen fälschlicherweise als „gefährlich“ eingestuft hat, entsteht eine Allergie. Die T-Helferzellen reagieren ab dem 1. Kontakt mit dem Allergen. Es gibt 2 Typen von T-Helferzell-Antworten: TH1 (Förderung der zellulären Immunabwehr) und TH2 (Bildung von Antikörpern).

a. Allergiker: TH2 > TH1, d. h., das Immunsystem reagiert mit übersteigerter Antikörper-Bildung.
b. Allergiker mit Probiotikum: Immunsystem wird moduliert, sodass die überschiessende TH2-Antwort „reduziert“ wird – es entsteht ein Gleichgewicht TH1 = TH2 (wie beim Gesunden).

3. T-Zelle produziert Botenstoffe, die die B-Zellen aktivieren.*

4. B-Zelle produziert daraufhin IgE-Antikörper.*

5. IgE-Antikörper docken an die Mastzelle an.*

6. Erneuter Pollenkontakt (ab 2. Kontakt); Pollen binden sich an die IgE-Antikörper auf den Mastzellen (Schlüssel-Schloss-Prinzip).*

7. Mastzelle wird aktiviert und schüttet Histamin aus.*

8. Histamin löst Rötung, Schwellung, Juckreiz der Schleimhäute und/oder Sekretbildung aus (laufende Nase, tränende Augen etc.).*

a. Die Symptome der Histaminausschüttung lassen sich mit einem Antihistaminikum reduzieren.
b. Die durch spezifische Probiotika reduzierte TH2-Antwort führt im Laufe einiger Tage zu weniger „scharfgeschalteten“ Mastzellen, d. h. zu weniger Histaminausschüttung bei Kontakt mit den Pollen und damit zu einer weniger laufenden Nase, weniger tränenden Augen und einer reduzierten sonstigen bekannten Symptomatik. Antihistaminikum und spezifisches Probiotikum können gemeinsam eingesetzt werden, um einen verstärkten synergistischen Effekt zu erhalten (durch Studien belegt).

* Wenn TH1 = TH2 (z. B. nach Einnahme eines Probiotikums), sind diese Abläufe reduziert.