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Kann Eierschalenmembran zur Gesundheit der Gelenke beitragen?

Paar mittleren Alters beim Wandern

Inhalt

Schmerzreduktion bei milder bis moderater Kniearthrose durch natürliche Eierschalenmembran

Placebokontrollierte Humanstudien an Patienten mit milder bis moderater Kniearthrose zeigen, dass eine Supplementierung mit Eierschalenmembran bereits nach ca. 1 Woche Schmerzen reduziert.1,2 Nach 2 Monaten hatten mehr als doppelt so viele der Probandinnen, die mit teilhydrolysierter Eierschalenmembran behandelt wurden, eine 50 %ige Schmerzreduktion erreicht (32 % in der Eierschalenmembrangruppe gegenüber 12 % in der Placebogruppe).1

Reduktion von Gelenkschmerzen

Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Eierschalenmembran auch gut präventiv eingesetzt werden kann: Gelenkschmerzen, die durch eine körperliche Aktivität hervorgerufen werden, lassen sich damit reduzieren. Dies ist von grosser Bedeutung, da Schmerzen sehr oft ältere Menschen von einer regelmässigen körperlichen Betätigung abhalten und auch die Aktivitäten im Alltag sehr stark einschränken.

Studie 1: Eierschalenmembran in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren

In einer neuen Studie3 wurden 85 gesunde ältere Männer und Frauen (Durchschnittsalter: 55 Jahre) in zwei Gruppen eingeteilt. Die Verumgruppe erhielt 2 Wochen lang täglich 500 mg teilhydrolysierte Eierschalenmembran kombiniert mit 1500 mg Fischöl (720 mg EPA & 480 mg DHA), während die Kontrollgruppe 2000 mg Maisöl erhielt. Alle Teilnehmer absolvierten alle 2 Tage ein körperliches Training. Die Parameter Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke wurden unmittelbar sowie 12 Stunden nach jeder Trainingseinheit erfasst. Der Biomarker CTX-II (C-terminal cross-linked telopeptide of type-II collagen, Marker für den Knorpelabbau) wurde am Anfang, nach einer Woche und 2 Wochen gemessen. Die Verumgruppe hatte im Vergleich zur Placebogruppe signifikant weniger Schmerzen (unmittelbar und auch 12 Stunden nach dem Training) und war auch weniger von Gelenksteifigkeit (unmittelbar und 12 Stunden danach) betroffen. Die reduzierten CTX-II-Werte im Urin deuten auf eine gelenkschonende Wirkung hin. Leider wurde in dieser Studie nicht die Wirksamkeit der Einzelsubstanzen (teilhydrolysierte Eierschalenmembran und Omega-3-Fettsäuren) getestet, sodass nicht beurteilt werden kann, wie stark die Eierschalenmembran als Einzelsubstanz wirkt.3 Die Ergebnisse einer weiteren Studie (siehe Studie 2) zeigen jedoch, dass auch die alleinige Gabe der Eierschalenmembran wirksam bei Gelenkbeschwerden ist.

Abbildung eines Eis zur Erklärung der Eierschalenmembran
Bei der Eierschalenmembran handelt es sich um das dünne „Häutchen“ zwischen dem Ei und der Eierschale.

Studie 2: Auch Eierschalenmembran alleine reduziert Schmerzen und Gelenksteifigkeit

Diese Studie4 war ähnlich aufgebaut wie die oben erwähnte. In dieser placebokontrollierten Studie mit 60 gesunden postmenopausalen Frauen (Alter: 40 bis 75 Jahre) erhielten die Teilnehmerinnen 2 Wochen lang täglich 500 mg teilhydrolysierte Eierschalenmembran oder ein Placebo. Auch in dieser Studie wurden Schmerzen und Gelenksteifigkeit, die durch ein intensives sportliches Training (alle 2 Tage) verursacht wurden, vermindert. Ebenfalls waren die CTX-II-Werte im Urin nach 1 und 2 Wochen signifikant reduziert.4 Diese Ergebnisse zeigen, dass auch die alleinige Gabe der Eierschalenmembran wirksam ist.

Grafische Darstellung der Studienergebniss

Eierschalenmembran: Gewinnung & Wirkmechanismus

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, eine Eierschalenmembran aufzuarbeiten:
a) mechanische Zerkleinerung: Es entstehen ausschliesslich grosse Moleküle.
b) chemische Vollhydrolyse: Nur kleine (Eiweiss-)Bausteine werden gebildet.
c) Teilhydrolyse: Ein Teil der Eierschalenmembran wird mittels eines aufwendigen enzymatischen Hydrolyseschritts zerkleinert. Bei diesem Verfahren entstehen Eiweissfragmente und andere Substanzen mit sehr unterschiedlichen Grössen. Die teilhydrolysierte Eierschalenmembran ist das bisher am besten untersuchte Eierschalenprodukt. Je nach Produkt beträgt die tägliche Dosierung 300 bis 500 mg.

Der genaue Wirkmechanismus der Eierschalenmembran ist nicht bekannt. Zwei Theorien stehen im Vordergrund:

  • Eine wichtige Aufgabe des Darm-assoziierten Immunsystems (GALT, gut-associated lymphoid tissue) ist, eine Überreaktion gegen harmlose körperfremde Substanzen (z. B. Kollagen), die durch die Nahrungsaufnahme täglich mit der Darmwand in Berührung kommen, zu verhindern. Die Kollagenpeptide und andere Proteinbestandteile der Eierschalenmembran werden möglicherweise vom GALT erkannt. Durch diese erhöhte Toleranz gegenüber Kollagenbruchstücken werden Knorpelabbauprozesse etwas runterreguliert, sodass das Verhältnis zwischen Knorpelaufbau und -abbau wieder ausgeglichen ist.
  • Denkbar ist auch, dass die Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen unterdrückt wird.

Schlussfolgerung

Eierschalenmembran stellt eine neue Möglichkeit dar, Gelenkschmerzen und -steifigkeit signifikant zu verbessern und den Knorpelabbau zu reduzieren:

  • Reduktion der Gelenksteifigkeit ab dem 4. Tag
  • Weniger Gelenkschmerzen nach 8 Tagen
  • Reduktion von knorpelabbauenden Prozessen nach 7 Tagen

Somit ist die Eierschalenmembran eine gute Option bei Arthroseschmerzen, aber auch als Gelenkschutz – etwa in Phasen starker Gelenkbelastung.

Literatur

1Ruff KJ. et al. Eggshell membrane in the treatment of pain and stiffness from osteoarthritis of the knee: a randomized, multicenter, double-blind, placebo-controlled clinical study. Clin Rheumatol 2009:28:907-14.

2Kiers JL & Bult HF. Mildly processed natural eggshell membrane alleviates joint pain associated with osteoarthritis of the knee: a randomized double-blind placebo-controlled study. J Med Food 2020: doi: 10.1089/jmf.2020.0034.

3Ruff KJ et al. Eggshell membrane + fish oil combination (Move3®) reduces exercise-induced joint pain, stiffness and cartilage turnover in healthy adults: results from a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Int J Phys Med Rehabil 2020;8:551.

4Ruff KJ et al. Beneficial effects of natural eggshell membrane versus placebo in exercise-induced joint pain, stiffness, and cartilage turnover in healthy, postmenopausal women. Clin Interven Aging 2018;13:285-95.