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Vitamin B12

Lupe mit Wort Vitamin B12 im Fokus

Die in Präparaten am häufigsten eingesetzten Vitamin-B12-Formen sind Hydroxycobalamin und Methylcobalamin. Ein Protein (Intrinsic Factor), das in der Magenschleimhaut gebildet wird, ist für die Vitamin-B12-Resorption notwendig. Unser Körper speichert Vitamin B12, wobei 50-90 % davon in der Leber eingelagert werden.

Inhalt

Gut zu wissen über Vitamin B12

  • Der Tagesbedarf an Vitamin B12 liegt bei Männern und Frauen gleichermassen bei 3-4 µg
  • Kann der Intrinsic Factor (ein im menschlichen Magen gebildetes Eiweiss zur optimalen Aufnahme von Vitamin B12 im Darm) nicht in ausreichender Menge gebildet werden, muss Vitamin B12 entweder oral eingenommen oder separat als Injektion einmal wöchentlich verabreicht werden
  • Vitamin-B12-Mangel kann gut mittels Blutuntersuchung beim Arzt festgestellt werden
  • Vitamin B12 ist hitzeempfindlich, es können daher erhebliche Mengen bei der Zubereitung von Speisen verloren gehen

Die Funktionen des Vitamins im Körper

Blutbildung
Vitamin B12 ist an der Bildung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Knochenmark beteiligt und sorgt auch für den Einbau von Eisen in die Erythrozyten.

Folsäurestoffwechsel 
Vitamin B12 ist notwendig für die Umwandlung von Folsäure in die aktive Form.

Mitochondrienstoffwechsel 
Vitamin B12 ist ein äusserst wichtiger Co-Faktor im Stoffwechsel der Mitochondrien (hier findet die Energieproduktion in der Zelle statt).

Nervenzellen 
Vitamin B12 wird für die Synthese von Myelin benötigt, der schützenden Schicht für viele periphere Nervenstränge des Rückenmarks und des Gehirns.

Zellentwicklung 
Zusammen mit Folsäure ist Vitamin B12 notwendig für die Bildung von Bausteinen für die DNA (Desoxyribonukleinsäuren = unsere Erbsubstanz).

Anwendungsgebiete von Vitamin B12

  • Appetit, Kraft und Energie
    Der Energiestoffwechsel kann mit Vitamin-B12-Präparaten verbessert werden.
  • Erhöhter Homocysteinspiegel
    Vitamin B12 senkt zusammen mit Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B2 den Homocysteinspiegel im Blut.
  • Nervenerkrankungen, Neuropathien
    Vitamin B12 kann Schmerzen und Symptome von Nervenerkrankungen mildern.
  • Psychische Störungen, Konzentration, Gedächtnis
    Vitamin-B12-Mangel ist vor allem bei älteren Menschen häufig die Ursache für Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Irritierbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Grund dafür ist – neben Fehlernährung – dass im Alter Vitamin B12 schlechter aus der Nahrung aufgenommen wird, was zu Vitamin-B12-Mangelerscheinungen führen kann.

Vitamin-B12-Mangel – die Symptome

  • Blinde Flecken und verminderte Sehkraft
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlechte Koordination der Muskulatur
  • Schwäche und Kurzatmigkeit
  • Schwaches Immunsystem
  • Störungen des Blutbilds
  • Taubheit und Kribbeln in Händen und Füssen
  • Verlust des Tastsinnes

Kann Vitamin B12 überdosiert werden?

Bei hohen Dosierungen wird von den ersten 5 µg mittels Intrinsic Factor die Hälfte (also rund 2.5 μg) aktiv von den Darmzellen aufgenommen – von der Restmenge gelangt rund 1 % mittels passiver Diffusion aus dem Darm in den Körper.

Sogar im Falle der Einnahme von hohen Dosen von über 10 mg pro Tag  gibt es keine Berichte von toxischen Reaktionen bei gesunden Erwachsenen.

Vitamin B12 in Lebensmitteln pro 100 g

Kalbsleber 60 µg
Lachs 3 µg
Rindfleisch, Filet 2 µg
Emmentaler Käse 2 µg
Hühnerei (mittelgross) 1 µg