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Mangan

Lupe mit Fokus auf Wort Mangan

Mangan gehört zu den Spurenelementen, die man in Multivitamin-Mineral-Präparaten regelmässig antrifft. Mangan zählt zu denjenigen Elementen, die neben Chrom, Zink, Kalzium und Magnesium häufig in der Nahrung fehlen. Es wird angenommen, dass der Manganbestand im menschlichen Körper nur 10 – 40 mg beträgt.

Inhalt

Gut zu wissen über Mangan

  • Mangan trägt zum Erhalt gesunder Gelenke bei.
  • Mangan kann in Kombination mit Kalzium prämenstruelle Schmerzen sowie Stimmungsschwankungen reduzieren.
  • Manganwerte in Haaranalysen normalisieren sich nur sehr langsam.
  • Mangan wird fast ausschliesslich über die Galle ausgeschieden
  • Die empfohlene tägliche Manganzufuhr der DACH* liegt bei 2 – 5 mg.

 * DACH = Apronym für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Funktionen von Mangan

  • Antioxidative Wirkung
    Das Enzym Mangansuperoxiddismutase ist ein wichtiges Antioxidans und schützt vor freien Radikalen.
  • Blutgerinnung
    Zusammen mit Vitamin K unterstützt Mangan die Bildung von Prothrombin, einem Protein, das für die Blutgerinnung von Bedeutung ist.
  • Glukose- und Fettstoffwechsel, Cholesterin, Sexualhormone
    Der Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie die Bildung von Cholesterin und Geschlechtshormonen sind von mangan-haltigen Enzymen abhängig.
  • Histaminabbau
    Manganabhängige Enzyme sind essenziell für den Histaminabbau.
  • Kollagenbildung
    Manganhaltige Enzyme unterstützen den Aufbau von Kollagen.

Anwendungsgebiete von Mangan

  • Asthma
    Untersuchungen bei Asthmatikern ergaben einen niedrigeren Manganwert im Haar als bei gesunden Personen; ein Manganmangel könnte somit ein Cofaktor bei der Entstehung von Asthma sein.
  • Diabetes mellitus
    Manganspiegel bei Diabetikern sind um 50 % niedriger als bei Gesunden. Ein Manganmangel kann zu einer gestörten Glukosetoleranz führen. Bei Manganmangel stehen weniger Träger für den Glukosetransport zur Verfügung.
  • Osteoporose
    Ein Manganmangel bewirkt degenerative Knochenveränderungen. Bei Osteoporose bewirkt Mangan, zusammen mit Kalzium, Zink und Kupfer, eine bessere Knochendichtezunahme als nur mit Kalzium alleine.
  • Gelenkbeschwerden / Arthrose
    Mangan kann bei Arthrose die Wirkung von Chondroitinsulfat und Glucosaminsulfat optimieren.
  • Rücken- und Bandscheibenbeschwerden
    Mangan unterstützt die Bildung von Knorpel bzw. Bandscheibengewebe. In Bandscheiben sowie in Haaranalysen von Personen mit Rücken- und Bandscheibenbeschwerden wurden oft deutlich niedrige Mangankonzentrationen gefunden.
  • Schizophrenie
    Geringe Zinkwerte im Blut sowie tiefe Manganwerte im Haar findet man oft bei Menschen mit Schizophrenie. Therapeutische Dosierungen von Mangan und Zink können sich daher günstig auswirken.
  • Wachstumsstörungen
    Manganmangel kann bei Kindern Wachstumsstörungen im Hinblick auf die Knochenstruktur hervorrufen. Niedrige Werte in frühen Entwicklungsphasen können zu einer schlechten Entwicklung des Innenohres führen, was für das Gleichgewicht von hoher Bedeutung ist.

Mögliche Ursachen einer Störung des Manganhaushaltes

Die Bioverfügbarkeit von Mangan aus Lebensmitteln ist abhängig von dem Gehalt an resorptionsbehindernden Begleitstoffen wie Phytaten, Zellulose, Kalzium und Phosphaten. 

Fleisch, Milch und Eier sind schlechte Manganlieferanten. Auch bei Nahrungsmitteln mit einem hohen Weissmehl- und Zuckergehalt ist wenig Mangan vorhanden, da durch die Raffinierung über 50 % des Mangans verloren gehen.

Wie erkennt man einen Manganmangel?

  • Störungen der Gewebestruktur, Verlust der Haarpigmentierung
  • Immunschwäche, verminderte Antikörperbildung
  • Reduzierte Produktion von Sexualhormonen, reduzierte Fertilität, Wachstumsverzögerung
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Störungen der Nervenreizübertragungen auf die Muskelzellen

Wann ist bei der Mangansupplementierung Vorsicht geboten?

Mangan wird fast ausschliesslich über die Galle ausgeschieden. Bei einer Erkrankung der Galle sollte daher eine Mangansupplementierung immer mit einer Fachperson besprochen werden. Bei Säuglingen sollte Mangan allgemein zurückhaltend verabreicht werden. Bei Mangandosierungen von über 15 – 20 mg/ Tag ist auf eine allfällige Blutzuckererhöhung zu achten.

Die wichtigsten Quellen in Lebensmittel für Mangan (pro 100g)

 Haferflocken  4,9 g
 Weizenvollkorn  3,4 g
 Haselnüsse  5,8 g
 Weisse Bohnen  2,0 g