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Kinderwunsch: Die Rolle von Mikronährstoffen bei der Familienplanung

Paar hält symbolisch eine Familie aus Papier in den Händen

Inhalt

Unerfüllter Kinderwunsch in der Schweiz

In der Schweiz bleibt bereits jedes sechste Paar ungewollt kinderlos. Die Gründe sind sehr verschieden und betreffen Männer wie Frauen zu gleichen Teilen. Etwa 6000 Paare werden jährlich mit medizinisch unterstützenden Fortpflanzungsmethoden behandelt, wovon etwas mehr als 2000 Frauen am Ende ein Kind zur Welt bringen.1

Weil eine künstliche Befruchtung für die Paare eine emotionale, körperliche und finanzielle Belastung darstellen kann, suchen sie oft nach Wegen, wie die Chance einer natürlichen Schwangerschaft verbessert oder die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung erhöht werden kann.

Einflussfaktoren auf die Fruchtbarkeit

Grafik mit Einflussfaktoren, welche zu Unfruchtbarkeit führen können.
Modifiziert nach Sharma, R., Biedenharn, K.R., Fedor, J.M. et al.2

Faktoren wie Alter, Genetik, Stress, Über- oder Untergewicht, Rauchen, Medikamente, Ernährung, Umweltfaktoren (wie zum Beispiel Toxine in Plastik wie Phthalate und BPA, welche im Körper ein hormonähnliche Wirkung haben können) und medizinische Faktoren (wie beispielsweise sexuell übertragbare Krankheiten, Schilddrüsenunterfunktion, Endometriose, oder polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)) haben einen Einfluss auf die Fertilität.2

Mikronährstoffe sind wichtig in der Phase der Eizellreifung und für die Spermienbildung

In den 3–4 Wochen vor dem Eisprung beginnt die Entwicklung der Eizelle, welche beim Eisprung freigesetzt wird. Während dieser Phase ist die Eizelle auf Nährstoffe und Energie angewiesen. Toxine, Entzündungen im Körper oder auch hohe Blutzuckerspiegel können unter anderem diesen Heranreifungsprozess empfindlich stören und zu einer tieferen Eizellqualität und mehr chromosomalen Abnormalitäten der Eizellen führen.

Prozess der Reifung einer Eizelle bis zum Eisprung auf weissem Hintergrund
Die Entwicklung der Eizelle bis zum Eisprung

Auch bei den Männern Auch bei den Männern erstreckt sich der Lebenszyklus eines Spermiums etwas über zwei Monate. Somit kann auch die Spermienqualität durch Umwelt- und Lifestylefaktoren (insbesondere durch oxidativen Stress) beeinträchtigt werden. 

Chromosomale Abnormalitäten der Eizellen und Spermien sind der Hauptgrund für frühe Fehlgeburten, fehlgeschlagene Fruchtbarkeitsbehandlungen (wie IVF) und auch dafür, warum ältere Frauen grössere Probleme haben, schwanger zu werden – denn diese Abnormalitäten werden mit zunehmendem Alter immer häufiger. Bei rechtzeitiger Planung und Vorbereitung einer Schwangerschaft besteht durch die Verringerung einiger Risikofaktoren durchaus die Möglichkeit, die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Hat die Ernährung einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Frau und Mann?

Der hohe Konsum von verarbeiteten Kohlenhydraten und der häufig damit verbundene erhöhte Blutzucker- und Insulinspiegel kann die Hormonbalance in den Eierstöcken stören3. Eine leicht Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung kann somit Vorteile für die Fruchtbarkeit der Frauen bringen. Die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels spielt dabei die entscheidende Rolle.

In zweiter Linie gilt sowohl für Frauen als auch für Männer eine mediterrane Ernährungsweise als empfehlenswert zur Verbesserung der Fertilität. Eine Ernährung reich an Früchten und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Nüssen, hochwertigen Ölen und magerem Fleisch verbessert Entzündungswerte und erhöht die Chance, schwanger zu werden. Gerade die ungesättigten Fettsäuren aus Fisch leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Gesättigte Fettsäuren aus Butter oder rotem Fleisch scheinen sich dagegen eher negativ auf die Fertilität auszuwirken.

Auswahl an traditionellen Speisen der mediterranen Küche auf einem Tisch
Mediterrane Ernährung

Mikronährstoffe zur Verbesserung der Fruchtbarkeit

Zur Verbesserung der Fruchtbarkeit und zur unterstützenden Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch werden auch Mikronährstoffe eingesetzt. Dabei spielen verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente eine Rolle.

Einnahmeschema für Mikronährstoffe mit Basisversorgung und Ergänzungen für die Fruchtbarkeit
Einnahmeschema für Mikronährstoffe mit Basisversorgung und Ergänzungen für die Fruchtbarkeit

Ein komplettes Multivitamin-Präparat als Basisversorgung bringt bereits viele Vorteile für Fertilität

Ein gutes Multivitamin-Mineralstoff-Präparat bildet die Basis und deckt bereits einen grossen Teil der wichtigen Mikronährstoffe bei Kinderwunsch ab. Die tägliche Einnahme des Multipräparats leistet dabei schon viel und senkt zum Beispiel das Risiko für Ovulationsstörungen um mehr als ein Drittel.4

Worauf sollten Sie bei der Wahl eines Multivitamin-Mineralstoff-Präparats achten?

Achten Sie bei der Wahl des Präparats darauf, dass mindestens 400 µg Folsäure enthalten sind. Diese ist für die Prävention des offenen Rückens (Spina bifida) unerlässlich und unterstützt Hormonspiegel und Eisprung. Zusätzlich sollten Eisen, Jod, Zink und Selen im Produkt enthalten sein: Ausreichende Eisenspiegel schaffen gute Voraussetzungen für die Schwangerschaft, da der Eisenbedarf sich im Laufe der Schwangerschaft stark erhöht. Jod, Zink und Selen sind wichtig für eine gute Schilddrüsenfunktion. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann gerade in der Frühschwangerschaft zu Problemen führen und für frühe Fehlgeburten verantwortlich sein. Zink und Selen haben ausserdem eine antioxidative Wirkung.

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zur Basisversorgung bei Kinderwunsch

Zusätzlich zum Multipräparat ist für Frauen und Männer die Einnahme eines Vitamin-D-Produktes empfehlenswert. Vitamin D spielt im Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle und ausreichende Spiegel können Fehlgeburten und späteren Schwangerschaftskomplikationen vorbeugen.

Es ist bekannt, dass auch die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA für die Entwicklung des Ungeborenen, vor allem für die Entwicklung des Gehirns und der Augen, von grosser Bedeutung ist. Eine Supplementierung bereits während der Kinderwunschzeit kann hier für eine gute Versorgung in der Schwangerschaft sorgen.

Zu einer Sonne geformte Vitamin-D-Kapseln auf weissem Hintergrund
Omega-3-Kapseln auf weissem Hintergrund zu einem Fischsymbol geformt

Antioxidantien sind eine ideale Ergänzung zur Unterstützung der Spermien- und Eizellqualität

Die Basisempfehlungen können bei Bedarf mit Antioxidantien ergänzt werden. Oxidativer Stress beeinträchtigt die Fruchtbarkeit und kann sowohl Eizellen als auch Spermien schädigen. Sowohl bei ungeklärter Unfruchtbarkeit als auch bei altersbedingt verminderter Fruchtbarkeit können Antioxidantien eingesetzt werden. In der Kinderwunschzeit spielen vor allem folgende Antioxidantien eine Rolle:

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Coenzym Q10

Vitamin C und E wirken antioxidativ und sind oft bereits in einem guten Multivitaminpräparat enthalten. Ergänzend können weitere Antioxidantien wie zum Beispiel Coenzym Q10 eingesetzt werden. Q10 spielt im Energiestoffwechsel in den Mitochondrien der sich entwickelnden Eizellen und Spermien eine wichtige Rolle und kann so durch die Verbesserung der Energieversorgung unter anderem chromosomalen Schäden vorbeugen. Auch Frauen mit reduzierter Eierstockreserve und Männern zur Verbesserung der Spermienqualität kann Coenzym Q10 empfohlen werden.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Fachartikel «Coenzym Q10 verbessert die Spermienqualität».

Fazit: Mikronährstoffe unterstützen Paare in der Kinderwunschzeit

Bereits die Änderung einiger Lifestyle-Faktoren und die unterstützende Einnahme von Mikronährstoffen kann bei Paaren mit Kinderwunsch einiges bewirken und sie so auf ihrem Weg zum Wunschkind unterstützen.

Als Basis empfiehlt sich für den Mann ein «normales», für die Frau ein «für die Schwangerschaft geeignetes» Multivitaminpräparat, ggf. ergänzt um Vitamin D3 und die Omega-3 Fettsäure DHA.

Literatur:

1Bundesamt für Statistik, Medizinisch unterstützte Fortpflanzung im Jahr 2020, publiziert 28.04.2022, https://www.bfs.admin.ch/news/de/2022-0194

2Sharma R., Biedenharn K.R., Fedor J.M. et al. Lifestyle factors and reproductive health: taking control of your fertility. Reprod Biol Endocrinol. 2013;11:66.

3McGrice M, Porter J. The Effect of Low Carbohydrate Diets on Fertility Hormones and Outcomes in Overweight and Obese Women: A Systematic Review. Nutrients. 2017;9(3):204.

4Chavarro JE, Rich-Edwards JW, Rosner BA, Willett WC. Use of multivitamins, intake of B vitamins, and risk of ovulatory infertility. Fertil Steril. 2008;89:668-676.

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