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Vitamin D schützt vor Autoimmunerkrankungen

Bild mit Sonnenstrahlen und in der Mitte das Wort "D3"

Inhalt

Autoimmunerkrankungen: wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift

Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe und zerstört dieses. Zu den bekanntesten Autoimmunerkrankungen zählen die rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Typ-I-Diabetes, Psoriasis vulgaris, Lupus erythematodes und Hashimoto-Thyreoiditis. Die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zählen heute nicht mehr zu den klassischen Autoimmunerkrankungen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Personen, die bereits an einer Autoimmunerkrankung leiden, haben zudem ein erhöhtes Risiko für eine weitere Autoimmunerkrankung. Autoimmunerkrankungen können nicht geheilt werden, ihr Fortschreiten lässt sich jedoch durch eine geeignete Therapie verlangsamen.  

Frau zeigt ihre Hände mit schmerzenden Fingergelenken bei rheumatoider Arthritis

Häufig betroffene Organe bei Autoimmunerkrankungen

Grafik der am meisten betroffenen Organe bei Autoimmunerkrankungen

Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren reduzieren das Risiko für Autoimmunerkrankungen

In der grossen VITAL-Studie, die mit mehr als 25ʼ000 Probanden in Amerika durchgeführt wurde, erhielten die Teilnehmenden entweder:

  • 2000 IE Vitamin D3 oder
  • 1 g Omega-3-Fettsäuren (inkl. 460 mg EPA und 380 mg DHA) oder
  • Kombination von beiden Supplementen (Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren) oder
  • Placebo-Präparat

Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 67 Jahre und die mittlere Beobachtungszeit lag bei 5,3 Jahren.

Ergebnisse

Hinsichtlich der gewählten primären Endpunkte (kombinierte Ereignisse von Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskulärem Tod und Krebshäufigkeit) konnten weder durch die Vitamin-D-Supplementierung noch durch die Fischölgabe signifikante Effekte nachgewiesen werden (Manson et al, 2019 a, b). 

Vitamin-D3-Supplementierung reduziert das Risiko signifikant

Zu den sekundären Endpunkten, die in dieser Studie untersucht wurden, zählte die Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen (Hahn et al., 2022). Hier zeigte sich am Ende der Studie, dass von den Personen, die mit 2000 IE Vitamin D3 behandelt wurden (n = 12ʼ927; allein oder in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren), 123 Teilnehmenden eine Autoimmunerkrankung aufwiesen, während von den Teilnehmenden, die kein Vitamin D3 erhielten (n = 12ʼ944), 155 Personen eine Autoimmunerkrankung hatten.

Durch die Vitamin-D3-Supplementierung wurde somit das Risiko des Auftretens einer Autoimmunerkrankung um 22 % reduziert (Hazard Ratio (HR): 0.78, 95 %-Konfidenzintervall (CI): 0.61–0.99, P = 0.05). Wurden die ersten zwei Studienjahre ausgeschlossen, war das Ergebnis noch eindeutiger mit −39 % (HR: 0.61, 95 %-CI: 0.43–0.86, P = 0.005). Interessanterweise profitierten jene Probanden am meisten, die normalgewichtig waren (BMI < 25).

Personen mit familiärer Vorbelastung profitieren von Fischöl

Omega-3-Fettsäuren reduzierten hingegen das Risiko für Autoimmunerkrankungen nicht signifikant (HR: 0.85, 95 %-CI: 0.67–1.08, P = 0.19). Nur Personen mit einer familiären Vorbelastung für Autoimmunerkrankungen profitierten von einer Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren (HR: 0.66, 95 %-CI: 0.43–0.99).

Möglicher Wirkmechanismus von Vitamin D3 zur Prävention von Autoimmunerkrankungen

Dass eine gute Versorgung mit Vitamin D3 das Risiko von Autoimmunerkrankungen reduziert, ist gut erklärbar: So ist bekannt, dass Vitamin D3 die Expression von verschiedenen Genen beeinflusst, die an der Regulation von Entzündungsreaktionen und der angeborenen und erworbenen Immunität beteiligt sind. Vitamin-D3-Rezeptoren konnten auf zahlreichen Immunzellen wie dendritischen Zellen, Lymphozyten (T- und B-Zellen) und Makrophagen nachgewiesen werden. Vitamin D3 scheint zudem die Bildung von Autoantikörpern und die Freisetzung von entzündlichen Zytokinen wie TNF-alpha und IL-6 zu reduzieren.

Fazit

Eine gute Vitamin-D-Versorgung, die mit einer täglichen Supplementierung von 2000 IE erreicht werden kann, scheint das Risiko von Autoimmunerkrankungen zu reduzieren. Von einer Omega-3-Supplementierung wiederum profitieren möglicherweise primär jene Personen, die eine familiäre Vorbelastung für Autoimmunerkrankungen aufweisen.

Literatur

  1. Manson JE et al. Vitamin D supplements and prevention of cancer and cardiovascular disease. N Engl J Med 2019a;380(1):33-44.
  2. Manson JE et al. Marine omega-3 fatty acids and prevention of vascular disease and cancer. N Engl J Med 2019b;380(1):23-32.
  3. Hahn J. et al. Vitamin D and marine omega 3 fatty acid supplementation and incident autoimmune disease: VITAL randomized controlled trial. BMJ 2022;376:e066452.

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