Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die richtigen Inhalte für Ihre Sprache und Geräte anzuzeigen (Notwendig), für Sie ausgewählte Inhalte zu präsentieren (Präferenzen), die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren (Statistiken) und Ihnen auch auf anderen Websites unsere besten Sonderangebote unterbreiten zu dürfen (Marketing).

Mit Klick auf „AKZEPTIEREN“ willigen Sie in die Verwendung von Cookies ein. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit in der Fußzeile unter "Cookie-Einstellungen" ändern oder widerrufen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden (z.B. SessionCookies).

Diese Cookies ermöglichen es unter anderem, Ihnen Ihre zuvor angesehenen Artikel anzuzeigen und ähnliche Artikel zu empfehlen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und der des jeweiligen Anbieters.

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren. Die Informationen werden anonym gesammelt und analysiert. Je nach Tool werden ein oder mehrere Cookies des gleichen Anbieters gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und der des jeweiligen Anbieters.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren.

Männliche Infertilität: Coenzym Q10 verbessert die Spermienqualität

Spermien und menschliche Eizelle

Inhalt

Ursachen für die Infertilität bei Männern

In Europa sind ungefähr 15 % der Paare ungewollt kinderlos. Bei bis zu 50 % der Fälle ist eine mangelnde Spermienqualität der zentrale Grund. In etwa 25 % der Fälle kann keine Ursache gefunden werden, was als idiopathische Infertilität bezeichnet wird.1

Oxidativer Stress – wichtiger Faktor für einen unerfüllten Kinderwunsch

Oxidativer Stress (OS) wird als einer der wichtigsten ursächlichen Faktoren der  idiopathischen männlichen Infertilität beschrieben. OS entsteht durch einen Überschuss von freien Radikalen und reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) in der Spermaflüssigkeit. Dies führt zu einer erhöhten Lipidperoxidation und dadurch zu einer Schädigung der  Plasmamembrane der Spermien. Ausserdem konnte gezeigt werden, dass ROS auch DNA-Strangbrüche in Spermien verursachen. Diese sind signifikant häufiger bei unfruchtbaren Männern als bei gesunden Kontrollpatienten zu finden. Zur Verbesserung der Samenqualität werden deshalb sehr oft Antioxidantien wie z. B. Coenzym Q10 eingesetzt. Coenzym Q10 kommt in praktisch allen Zellen vor, in hoher Konzentration auch in den Spermienmitochondrien.

Studien zeigen: Coenzym Q10 erhöht die Spermienqualität

Eine Reihe von Studien hat bereits gezeigt, dass eine Supplementierung mit Coenzym Q10 die Beweglichkeit und die Anzahl der Spermien signifikant erhöht. Ebenso gibt es Daten zur Verbesserung der Spermien-DNA-Fragmentierung (SDF), ein Mass für Brüche oder Beschädigungen des Genmaterials der Spermien durch Q10.1 In einer neueren Fall-Kontroll-Studie wurde 65 Männern mit idiopathischer Infertilität 3 Monate lang 200 mg Coenzym Q10 verabreicht.2 Als Kontrolle dienten 40 gesunde Männer. Zu Beginn und nach Ablauf der 3 Monate wurden die Spermienqualität und Marker des oxidativen Stresses beurteilt. Wie erwartet war die Spermienkonzentration und -motilität in der Interventionsgruppe signifikant geringer als in der Kontrollgruppe. Nach den 12 Wochen hatte sich die Qualität der Samenflüssigkeit in der Interventionsgruppe signifikant verbessert, und zwar sowohl in Bezug auf die Erhöhung der Spermiendichte als auch auf die Verbesserung der Beweglichkeit der Spermien. Ebenso waren die Q10- Konzentration, die totale antioxidative Kapazität und die Glutathion-Peroxidase-Spiegel in den Spermien signifikant höher als zu Beginn der Studie, die ROS und die Spermien-DNA-Fragmentierung hingegen signifikant reduziert.

Weitere Ergebnisse bestätigen die Wirkung von Coenzym Q10

Dieselbe Forschungsgruppe hat nachfolgend weiteren 50 Männern mit idiopathischer Infertilität 3 Monate lang 200 mg Coenzym Q10 verabreicht.3 Es wurden zusätzlich die Spermienqualität sowie der Marker des oxidativen Stresses als auch der Hormonstatus (follikelstimulierendes Hormon, FSH; luteinisierendes Hormon, LH; Prolaktin, Testosteron) erfasst. Als Kontrolle wurden wiederum 50 gesunde Männer eingeschlossen.  

Wie schon bei der ersten Studie wurden durch Q10 die Konzentration und Motilität der Spermien erhöht. Ebenso bewirkte die Supplementierung eine Verbesserung der Marker des oxidativen Stresses, der SDF und eine Erhöhung der Q10-Spiegel im Sperma.

Die FSH-, LH- und Prolaktinspiegel waren bei den Patienten zu Beginn signifikant höher als bei den gesunden Männern. Q10 führte zu einer Verbesserung des reproduktiven Hormonstatus, indem die FSH- und LH-Werte im Vergleich zu ihren Ausgangswerten sanken.

Fazit

Diese Ergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen, dass eine Coenzym-Q10-Supplementierung die Spermienparameter klinisch relevant verbessern kann, indem sie oxidativen Stress und durch oxidativen Stress induzierte Schäden der Spermien reduziert. Daher bietet Q10 eine interessante Therapiemöglichkeit für die Behandlung der idiopathischen Infertilität beim Mann.

Literatur

1 Alahmar AT et al. Coenzyme Q10, oxidative stress, and male infertility: A review. Clin Exp Reprod Med 2021;48(2):97–104.

 2 Alahmar AT et al. Coenzyme Q10 improves sperm parameters, oxidative stress markers and sperm DNA fragmentation in infertile patients with idiopathic oligoasthenozoospermia. World J Mens Health 2021;39:346–51.

3 Alahmar AT et al. Coenzyme Q10, oxidative stress markers, and sperm DNA damage in men with idiopathic oligoasthenoteratospermia. Clin Exp Reprod Med 2021;48(2):150–155.